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Kindheitstrauma & Entwicklungstrauma – traumasensible psychologische Beratung – online

Manche erinnern viel. Andere erinnern wenig – oder nur ein Gefühl.
Beides ist richtig. Und beides kann Spuren hinterlassen: im Nervensystem und in Beziehungen.
Das nennen wir Körperlogik.

 

In den ersten Lebensjahren speichert ein Kind Erfahrungen noch kaum als „Geschichte“, sondern vor allem im Körper: 

als Anspannung oder Ruhe – und als Gefühl, ob Nähe sicher ist oder nicht.

 

Implizites Gedächtnis: Der Körper speichert Atmosphäre, nicht nur Fakten

Frühe Erfahrung wird gespeichert als Spannung/Entspannung, als „ich bin sicher“ oder „ich bin allein“.
Darum kann es sein, dass Sie sich später an vieles erinnern – oder an fast nichts – und Ihr Nervensystem reagiert trotzdem blitzschnell.

 

Co-Regulation: Das ursprüngliche Beruhigungs-System

Ein Baby/Kleinkind kann Stress nicht selbst regulieren wie ein Erwachsener.
Es „leiht“ sich Regulation über ein Gegenüber: Blick, Stimme, Umarmung, Halt.
Wenn diese Antwort verlässlich genug kommt, lernt der Körper: "Stress geht vorbei. Ich komme zurück in Sicherheit."

Wenn diese verlässliche Antwort häufig fehlt, lernt der Körper etwas anderes: "Stress bleibt. Ich muss es allein schaffen" oder "Ich darf nicht zu viel brauchen."

 

Wenn diese Antwort häufig fehlt, entstehen Schutzstrategien – keine Schwächen

Das Nervensystem des Kindes speichert nicht die Gründe – es speichert das Muster. Und daraus können Schutzlogiken entstehen wie:

  • Kampf (Fight): hochfahren, drängen, streiten, Wut, Kontrolle („Kämpfer:in“, Kontrollierer:in)
  • Flucht (Flight): Aktionismus, „ich muss weg/ich muss lösen“, rastloses Tun („Macher:in“, Busy-Bee/Overachiever)
  • Erstarren (Freeze): abschalten, leer werden, Rückzug („Shutdown-Typ“, Abtaucher:in)
  • Anpassen (Fawn): gefallen, Harmonie sichern, sich selbst zurückstellen (People-Pleaser, Harmonisierer:in)

Das ist Bindung – als Körperlogik.

 

 

In unserer größten emotionalen Wunde,

liegt das Wachstumspotenzial unserer Persönlichkeit

Kundenstimmen: Überforderung - Parentifizierung

Es gab eigentlich nur meinen Mann, der sah, wenn es mir schlecht ging. Sonst musste ich förmlich vor allen anderen Menschen die Flucht antreten. Mir wurde Frau Katzenschlager empfohlen.

Schon in der ersten Sitzung merkte ich, hier bin ich gut aufgehoben. Ihre Frage- und Interventionstechniken führten uns zu dem Punkt, als meine Mutter vor lauter Verzweiflung vom Balkon springen wollte, als Papa ihr sagte: Ich lass mich scheiden! Mir war gar nicht bewußt, dass ich ab dem Zeitpunkt nur für andere da war. Meine inneren Antennen waren nur darauf ausgerichtet und es war wie ein Sog. Jetzt sind wir nach drei Sitzungen an einem Punkt angelangt, wo ich wieder unter Menschen gehen kann und diese in ihrer Verantwortung lasse. Ich bin so entspannt, wie nie zuvor. 

 

Danke :-).

 

Barbara, Architektin

Mögliche prägende Kindheitserfahrungen und Auswirkungen:

 

Emotionale und psychische Verletzungen:

  • Emotionale Vernachlässigung durch Eltern oder andere Bezugspersonen
  • Schweigen als Bestrafung, Abwertung, Beschimpfung, Demütigung
  • Geschenke statt Liebe – wenn emotionale Zuwendung durch materielle Dinge ersetzt wurde
  • Übermäßige Kontrolle oder fehlende Orientierung – zwischen extremer Strenge und völliger Gleichgültigkeit
  • Druck, „brav“ oder „perfekt“ zu sein, um Anerkennung oder Liebe zu bekommen

Bindungs- und Beziehungsbrüche:

  • Wiederholte Trennungen von primären Bezugspersonen (z. B. durch längere Aufenthalte bei Großeltern, Pflegefamilien, Internate)
  • Trennung oder Scheidung der Eltern – Konflikte, Loyalitätskonflikte, Vernachlässigung
  • Probleme in der Patchwork-Familie – Bevorzugung oder Zurücksetzung von Kindern, emotionale Unsicherheiten
  • Verlust durch Tod eines Elternteils, Geschwisters oder einer anderen nahestehenden Person

Belastende Lebensumstände in der Kindheit:

  • Wirtschaftliche oder existentielle Unsicherheiten – Armut, häufige Wohnortswechsel, instabile Lebensverhältnisse
  • Elterliche Erkrankung (psychisch oder physisch) – wenn ein Elternteil aufgrund von Krankheit emotional oder körperlich nicht präsent war
  • Übernahme einer unpassenden Rolle im Familiensystem („Parentifizierung“) – zu viel Verantwortung als Kind

Trauma durch medizinische Erfahrungen:

  • Frühe Operationen oder Krankenhausaufenthalte – lange Trennungen von Eltern, Gefühl von Hilflosigkeit
  • Medizinische Eingriffe ohne kindgerechte Erklärung – Angst, Kontrollverlust, Verunsicherung

Transgenerationale Prägungen & unbewusste Muster:

  • Übernommene Werte, Glaubenssätze und Muster aus der Familie – Lasten aus vorherigen Generationen, die bis heute wirken
  • Bindungsangst, Verlustangst, sich wiederholende Bindungsmuster

Unverarbeitete emotionale Erlebnisse:

  • Flashbacks & Erinnerungen, die sich so anfühlen, als wären sie erst gestern passiert
  • Ungeklärte Familienkonflikte, die bis ins Heute nachwirken

    Negative Erfahrungen in der Kindheit führen dazu, dass Sie Teile Ihres Selbst verschließen, verstecken, verleugnen, unempfindlich machen und sogar abspalten, weil sie die negativen Erfahrungen als Ganzes nicht verarbeiten können. Dadurch bilden sich verschiedene Selbstanteile aus, welche als neuronale Muster überdauern und mentale Inhalte und Funktionen repräsentieren. In meiner psychologischen Beratung erfahren Sie wie sich die Selbstanteile der Überlebensstrategie verändern.

Die gute Nachricht ist: 

 

Ihre Vergangenheit bestimmt nicht Ihre Zukunft. Auch wenn Kindheitserfahrungen bis heute nachwirken, bedeutet das nicht, dass Sie ihnen ausgeliefert sind. Mit meiner psychologischen Beratung können wir diese Prägungen sanft und nachhaltig bearbeiten.

 

Was in meiner traumasensiblen Begleitung möglich ist: 

  • Tiefsitzende emotionale Belastungen und Bindungsmuster können bewusst gemacht und liebevoll verändert werden.
  • Negative Glaubenssätze werden durch neue, stärkende innere Überzeugungen ersetzt.
  • Vergangene Erlebnisse verlieren ihre emotionale Macht – Sie können sich an sie erinnern, ohne von ihnen überwältigt zu werden.
  • Innere Stimmen der Kritik oder Zweifel werden leiser, während Ihr Selbstwertgefühl wächst.
  • Bedingungslose Selbstakzeptanz wird möglich, sodass Sie sich selbst mit mehr Mitgefühl begegnen.
  • Sie können in herausfordernden Situationen gelassener reagieren, weil alte Überlebensstrategien nicht mehr notwendig sind.
  • Gesunde, erfüllende Beziehungen werden leichter, weil Sie Nähe zulassen und wertschätzen können.
  • Sie gewinnen Stabilität und Selbstvertrauen, das sich auch positiv auf Ihr Berufsleben auswirkt.

Die emotionsfokussierte Einzeltherapie (EFIT) in Kombination mit EMDR und Brainspotting arbeitet traumasensibel und einfühlsam – besonders bei bindungsrelevanten Themen und frühen Prägungen. Während EFIT hilft, emotionale Muster zu erkennen und zu transformieren, um neue, stärkende Wege im Umgang mit Gefühlen und Beziehungen zu finden, unterstützt EMDR dabei, belastende Erinnerungen sanft zu verarbeiten und ihre emotionale Intensität zu verringern. Brainspotting ermöglicht einen tiefen Zugang zu gespeicherten Erfahrungen und hilft dem Gehirn, blockierte Emotionen in einem sicheren und achtsamen Prozess zu lösen.

Diese Methoden ergänzen sich ideal, um frühere Erfahrungen nicht nur kognitiv zu verstehen, sondern sie auch auf emotionaler und körperlicher Ebene nachhaltig zu verarbeiten. Lassen Sie sich professionell begleiten – auf Ihrem Weg zu mehr innerer Freiheit, Selbstannahme und emotionaler Stärke.

 

 

Ich lade Sie gerne zu einem kostenlosen, unverbindlichen, 30 minütigen Informationsgespräch via ZOOM ein, in dem wir herausfinden, wie ich Ihnen helfen kann.  

Für eine Terminvereinbarung buchen sich Sich bitte direkt einen psychologischen Beratungtermin in meinem online Kalender. Gerne können Sie mir parallel einen Einblick über Ihre Situation via meinem Kontaktformular geben. Bitte informieren Sie sich über den Ablauf und das Honorar. Ich biete Sitzungen auch in englischer Sprache an.

 

Haben Sie schon daran gedacht?

Gut möglich, das Ihre negativen Kindheitserlebnisse auch zu Beziehungsproblemen führen und Sie daraus einen dysfunktionalen Bindungsstil entwickelt haben.  Mehr dazu erfahren Sie hier...

 

Lesen Sie hier 

meinen Artikel zu  "den verletzten Inneren Kindern"

 

Meine Bücher

"Zwischen Babyglück und Liebestief", 

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